Politische Projekte

http://www.frau-kunst-politik.de/  

Die künstlerischen Dimensionen

Spuren des Lebens

 

Geboren und aufgewachsen bin ich in Santiago de Chile.

 

Mit 22 Jahren habe ich aus privaten und politischen Gründen Chile verlassen und für die nächsten acht Jahre in Venezuela gelebt. Schließlich entschied ich mich ein in Chile angefangenes Studium der Physik und Mathematik wieder aufzunehmen.

 

Doch es kam anders...

 

In München studierte ich Politikwissenschaft und promovierte mit einem Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung in Augsburg. In der Zeit kamen mein Sohn und dann meine Tochter zur Welt.

Auf den ersten Blick scheint es - als Politikwissenschaftlerin - eine gewagte Herausforderung zu sein, sich mit der bildenden Kunst auseinanderzusetzen. Bei näherem Hinsehen ist Kunst allerdings schon immer nicht nur eng mit Politik verbunden gewesen, sondern sie stand oft sogar im Dienst der Politik.

Als ich vor neun Jahren auf Umwegen zur Malerei kam, begann ich ziemlich schnell den kreativen Prozess als emotionalen Ausdruck - als Impulse des politischen Unbehagens - wahrzunehmen. Bei den ersten künstlerischen Schritten fühlte ich mich zunächst in diesem, mir bis dahin unbekannten Metier, unsicher. Die Unsicherheit wich zunehmend der Begeisterung und Faszination für die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten.

Meine Malerei sehe ich als einen spontanen Prozess an, mich in die Farb- und Gestaltungsmöglichkeiten einzulassen. Grundsätzlich ist es das Bild selbst, das mich mit dadaistischem Spaß motiviert und inspiriert. Die Entstehung meiner Bilder ist zwar ein Akt der Intuition, wo Gefühle und Emotionen einem spontanen Rhythmus folgen, aber erst durch einen bewussten Denkprozess nehmen sie konkrete Formstrukturen an. Letztendlich sind Gestaltung, Komposition und Motiv eines Bildes geistige Impulse aus Gesellschaft oder persönlicher Betroffenheit.

Zur Gestaltung meiner Bilder verwende ich ausgesuchte Künstler-Acrylfarben, feinste Naturpigmente sowie diversen Materialien, viele davon werden in meiner Kunst recycelt. Im Malprozess lebe ich meine Lust am Experimentieren aus, was wiederum dazu führt, dass die Bilder mich in ihren Bann ziehen und ich mich in Zeit und Raum auflöse. Erklärt dies vielleicht die unterschiedlichen, künstlerischen Ausdruckformen, von haptisch, dynamische bis unpräzise Linien?

Der Malprozess ist für mich nicht nur Regenerierung, Freude, Energie oder neue Kraft, sondern auch Impulse, Gefühle oder Emotionen umzuwandeln. Aber genauso ist die Malerei - als gebürtige Chilenin - auch ein ideales Instrument, Sprachbarrieren zu überwinden.

 

 

Flyer coto´s paiting
neuFlyer_2014.pdf
Adobe Acrobat Dokument 4.5 MB
Kommentare: 0

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.